Rückschau: IN GUTER NACHBARSCHAFT #20

Am 11. April 2019 fand im Franz Mehlhose in Erfurt IN GUTER NACHBARSCHAFT bereits zum 20. Mal statt. Die Leipziger Autorin Isabelle Lehn las dabei aus ihrem aktuellen Roman „Frühlingserwachen“ und sprach mit Moderator Mario Osterland über die Entstehung des Romans, dem Verhältnis von Fakt und Fiktion, sowie gesellschaftliche Tabuisierungen.

Außerdem überzeugten mit ihren teilweise noch unveröffentlichten Texten die Autorinnen Antje Lampe und Sandra Blume. Musikalisch begleitet, gerahmt und wunderbar untermalt wurde der Abend von yanzzon, der nicht nur mit seinem Gitarrenspiel, sondern auch am E-Piano überzeugte.

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Herzlichen Dank an alle Beteiligten Künstler*innen, Förder*innen und Freund*innen! (Alle Fotos © Anne Osterland)

Die nächste Ausgabe IN GUTER NACHBARSCHAFT gibt es am 17. Mai 2019 in der ACC Galerie in Weimar. Dann mit Deniz Ohde, Tommy Neuwirth u.a. Weitere Infos folgen in Kürze hier.

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24.3. – Crauss in Erfurt!

Im Herbst 2016 war der Siegener Dichter Crauss bei uns zu Gast. In Lesung und Gespräch begeisterte er damals das Publikum im rappelvollen Franz Mehlhose in Erfurt.

Jetzt kehrt Crauss in die Landeshauptstadt zurück! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit ihm – und euch!

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11.4. – Erfurt – IN GUTER NACHBARSCHAFT #20

Zum 20. Mal IN GUTER NACHBARSCHAFT – wir feiern natürlich mit Literatur und Musik! Zu Gast ist diesmal die Leipziger Autorin Isabelle Lehn, die in Lesung und Gespräch ihr neues Buch Frühlingserwachen vorstellen wird. Außerdem lesen Sandra Blume (Eisenach) und Antje Lampe (Erfurt) aus ihren noch unveröffentlichten Texten.

Musik gibt es diesmal vom Erfurter Singer/Songwriter yannzon.

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am 11. April 2019 — um 19:30 Uhr

im Kulturcafé Franz Mehlhose (Löberstr. 12, 99084 Erfurt)

Eintritt: 5,-€ (ermäßigt 3,-€)

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Isabelle Lehn, geb. 1979 in Bonn, lebt heute in Leipzig und führt auf den ersten Blick ein erfolgreiches Leben: promovierte Rhetorikerin, Autorin des mehrfach ausgezeichneten Debütromans »Binde zwei Vögel zusammen«, Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Alles andere ist Auslegungssache.

Sandra Blume hat Geschichte, Kulturwissenschaften und Journalistik studiert. Sie arbeitet seit 2005 als freie Texterin, PR-Beraterin und Theaterdramaturgin. Seit 2013 ist sie Pressesprecherin des Wartburgkreises in Thüringen. Im August 2018 erschien der Wandkalender „Beginnende Tage“ mit Texten und Fotografien der Autorin beim Thüringer Landstreicher Verlag. Im Internet sind ihre Texte und Fotos unter www.herzhuepfen.com zu finden.

Antje Lampe, Jahrgang 1989, geboren und aufgewachsen in einer Kleinstadt in Brandenburg, inzwischen Erfurterin aus Gelegenheit. Studium der Kommunikations- und Sprachwissenschaften. Eobanus-Hessus-Preisträgerin 2018. Als Gründungsmitglied der Aktionsgruppe Eskapismus liest sie regelmäßig Texte auf eigenen oder fremden Bühnen vor.

yanzzon ist ein Singer/Songwriter aus Erfurt, der mit Piano und Gitarre stimmungsvolle Klangwelten erschafft und seine selbst komponierten Songs wie Filmmusiken erklingen lässt. Seine Texte verbinden Traumbilder mit Autobiographischem, Improvisation und Experimentierfreude sind wesentliche Elemente seiner Liveauftritte. www.yanzzon.de

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Die unabhängige Lesereihe IN GUTER NACHBARSCHAFT gehört zum festen Bestandteil der Thüringer Literaturszene. Sie vereint seit 2014 neue Lyrik und Prosa mit aktueller Musik. Über zahlreiche selbst organisierte Veranstaltungen hinaus wird die Lesereihe von Kulturveranstaltern im gesamten Freistaat als zuverlässiger Partner für anspruchsvolle und unterhaltsame Literatur geschätzt.

IN GUTER NACHBARSCHAFT ist ein Projekt der Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.

Außerdem sind wir Teil der Initiative Unabhängige Lesereihen.

7.12. – Weimar – IN GUTER NACHBARSCHAFT #19

Im Dezember kehren wir mit unserer Lesereihe endlich zurück nach Weimar. Nicht aber um den Jahresabschluss zu begehen, sondern den Auftakt dessen zu feiern, was unser Publikum 2019 erwarten kann: Autor*innen die sich mit unserer Gegenwart auseinandersetzten. Dazu haben wir Michael Bittner eingeladen, um aus seinen aktuellen Kolumnen und Satiren Der Bürger macht sich Sorgen zu lesen und natürlich mit uns darüber zu reden.

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am 7.12.2018 – um 20 Uhr

im Salon Konetzny (Humboldtstr. 18, Weimar)

diesmal ist der Eintritt frei

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„In seinem neuen Buch stürzt sich Michael Bittner mitten hinein in unsere turbulenten Zeiten. Das Abendland steht vor dem Untergang – doch wütende Bürger drohen, die Apokalypse im letzten Augenblick noch abzuwenden. In der weltumspannenden Krise, die nicht enden will, sucht derweil jeder woanders nach Rettung – bei Liebesratgebern, im Schädel von Karl Marx oder am Tresen bei bewusstem Biergenuss. Michael Bittner blickt in seinen neuen Kolumnen und Satiren auf die Verwirrungen dieser Tage mit Leidenschaft, Heiterkeit und Skepsis zugleich. Auch das eigene Leben spart er nicht aus, denn er weiß: Kritik ohne Selbstkritik ist feige.“ (aus der Verlagsankündigung der edition AZUR)

Michael Bittner wurde 1980 als Sohn der Arbeiterklasse in Görlitz geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Diehsa (Oberlausitz). Er studierte Germanistik und Philosophie an der TU Dresden und lebt heute als Literaturwissenschaftler und Autor in Berlin. https://michaelbittner.info/

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Die unabhängige Lesereihe „In guter Nachbarschaft“ gehört zum festen Bestandteil der Thüringer Literaturszene. Sie vereint seit 2014 neue Lyrik und Prosa mit aktueller Musik. Über zahlreiche selbst organisierte Veranstaltungen hinaus wird die Lesereihe von Kulturveranstaltern im gesamten Freistaat als zuverlässiger Partner für anspruchsvolle und unterhaltsame Literatur geschätzt.

Die Lesereihe „In guter Nachbarschaft“ ist ein Projekt der Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. und wird unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei.

Außerdem sind wir Teil der Initiative Unabhängige Lesereihen.

23.11. – Erfurt – Lesung mit Gorch Maltzen und Beate Weston-Weidemann

Im Rahmen der Erfurter Herbstlese stellt die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. die aktuellen Bände der Edition Muschelkalk vor. Beate Weston-Weidemann liest anlässlich dessen aus ihrem Gedichtband Partitur der leisen Geräusche. Außerdem liest unser neues Teammitglied Gorch Maltzen aus seinem Erzählband Sträuben, der mehr als eine Empfehlung wert ist!

am 23.11.2018 – um 19 Uhr

im Kulturhaus Dacheröden (Anger 37, 99084 Erfurt)

Eintritt: 10,-€/ermäßigt 8-€

Weitere Informationen gibt es hier.

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Gorch Maltzen (Foto: Nija-Maria Linke)

26.10. – Erfurt – IN GUTER NACHBARSCHAFT #18

Liebe Freund*innen, am 26. Oktober kehren wir endlich wieder zurück nach Erfurt und beenden damit unsere lange Sommerpause. Im Franz Mehlhose erwartet euch ein einzigartiger Literaturabend. Der Tiroler Autor Robert Prosser trägt in einer einzigartigen Leseperformance frei(!) aus seinem Roman Phantome (nominiert für den Deutschen Buchpreis 2017) vor. Niklas L. Niskate, in Oberösterreich lebend, performt seine Texte ebenfalls frei, mithilfe von Loops und elektronischen Effekten entsteht Soundpoesie vom Feinsten. Beide Künstler stellen zudem eine gemeinsame Performance vor, die sie eigens für diesen Abend erarbeitet haben. Prosa, die Lyrik, Lyrik, die Prosa wird. Eine außergewöhnliche Performance-Kollaboration!

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Freitag, 26.10.2018 – 20 Uhr

Franz Mehlhose (Löberstr. 12, 99084 Erfurt)

Eintritt: 5,-/erm. 3,-€ (nur Abendkasse, Ticketreservierung unter inguternachbarschaft [at] gmx.de)

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NIKLAS L. NISKATE wuchs als Kaninchen unter Dodos auf. In den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts ging er in der Wortschmiede des Bergarbeiterschaft Nordsüdinnung in die Leere. Es folgten nach Intermezzi bei den Neandertalern in den 1630erJahren Auftritte als Sprachspucker im wandernden Androidentheater, das sich allerdings nicht lange am Leben halten konnte. Bei einem später folgenden freien Wettbewerb im Wortwerfen wurde er mit zwei Dutzend Kronkorkenorden ausgezeichnet, die er fortan, an sich befestigt zu Schau stellen sollte. Derart traumatisiert ergriff er die Flucht und begann unverzüglich mit der Untertunnelung des Ozeans. Ende des 19. Jahrhunderts tauchte er wieder auf, im Lesesaal der Universität Fort Hare, wo er 1910 als erstes Kaninchen weltweit den Hochschulabschluss in Innenarchitektur, Tunnelbau und Projektionsfelderwirtschaft absolvierte. Auf diese Art akademisch verwahrlost, kratzte er in den Folgejahren Erdgedichte aus Tunnelwänden und brachte sie zu einem nahegelegenen Gunstmarkt.
Seitdem entstanden freie Kooperationen mit so namhaften Größen wie dem Zufall. Zahlreiche Veröffentlichungen, Preise, Auszeichnungen, Lobhudeleien und Gunstbezeugungen innerhalb der berüchtigten Literaturgruppe Spiegelkabinett, deren einziges Mitglied er darstellt. https://niskate.com/

ROBERT PROSSER, geboren 1983 in Alpbach/Tirol, lebt dort und in Wien. Studium der Komparatistik und Kultur- und Sozialanthropologie, Aufenthalte in Asien, in der arabischen Welt und in England. Er tritt mit Performances auf, ist Mitbegründer von Babelsprech zur internationalen Förderung junger Poesie und konzipiert im Literaturhaus Wien die Lesungsreihe Kombo Kosmopolit. Er veröffentlichte u.a. den Roman Geister und Tattoos (Klever, 2013), sowie als Mitherausgeber Lyrik von Jetzt 3 (Wallstein, 2015). Im August 2017 erschien bei Ullstein fünf der Roman Phantome.
Einige Auszeichnungen, u.a.: Österreichisches Projektstipendium für Literatur 2018/2019, Longlist Deutscher Buchpreis 2017 (mit Phantome), Land-Niederösterreich-Literaturpreis und Publikumspreis Wartholz 2016. http://www.robertprosser.at/

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Die unabhängige Lesereihe „In guter Nachbarschaft“ gehört zum festen Bestandteil der Thüringer Literaturszene. Sie vereint seit 2014 neue Lyrik und Prosa mit aktueller Musik. Über zahlreiche selbst organisierte Veranstaltungen hinaus wird die Lesereihe von Kulturveranstaltern im gesamten Freistaat als zuverlässiger Partner für anspruchsvolle und unterhaltsame Literatur geschätzt.

Die Lesereihe „In guter Nachbarschaft“ ist ein Projekt der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. und wird unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei.

12.10. – Frankfurt am Main – „Was ich verschwieg ist diese Landschaft“ – Neue Lyrik und Prosa

Am 12.10.2018 finden im Rahmen der Frankfurt Buchmesse verschiedene Lesungen unter dem Titel Was ich verschwieg ist diese Landschaft – Neue Lyrik und Prosa am Gemeinschaftsstand des Freistaats Thüringen statt.

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Gemeinschaftsstand des Freistaat Thüringen – Halle 3.1 / Stand F65

11:00 – 11.45 Lennardt Loß und Romina Nikolic
13:00 – 13:45 Mirandolina Babunashvili und Joshua Schößler
15:00 – 15:45 Peter Neumann und Kinga Tóth
17:00 – 17:45 Crauss und Andra Schwarz

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Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2018 stellen sich acht Schriftsteller*innen in Lesung und Gespräch vor, die in Thüringen leben oder durch ihre enge Zusammenarbeit mit der Lesereihe In guter Nachbarschaft mit dem literarischen Leben im Freistaat verbunden sind. Die Autor*innen lesen aus ihren aktuellen Veröffentlichungen und teilweise noch unpublizierten Werken und geben so einen Einblick in ihr aktuelles Schaffen. Darüber hinaus diskutiert der Erfurter Autor und Moderator Mario Osterland mit den Lesenden u.a. über die Möglichkeiten der Literatur im 21. Jahrhundert, über deren politische und gesellschaftliche Relevanz, sowie ihre Anerkennung auch über die Buchbranche hinaus.

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MIRANDOLINA BABUNASHVILI, geb. 1996 in Kaiserslautern, wuchs in Darmstadt auf und studierte von 2015 bis 2018 Internationale Beziehungen und Sozialwissenschaften an der Universität Erfurt. 2017 war sie Teilnehmerin am Literaturlabor Wolfenbüttel. 2018 wurde sie u.a. mit dem hr2-Literaturpreis ausgezeichnet.

CRAUSS, geb. 1971, ist im hauptleben dichter, daneben dozent für sprachpraxis an der universität siegen. er wurde mitte der 1990er jahre durch neue, produktive verfahren einer videoclip-ästhetik in der lyrik einem breiteren publikum bekannt. Crauss wurde mit wichtigen stipendien gefördert, mit literaturpreisen ausgezeichnet und seine dichtung in die 10+ wichtigsten sprachen der welt übersetzt. Zuletzt erschien von ihm der Gedichtband „Die harte Seite des Himmels“ (Verlagshaus Berlin) und der Essayband „Schundfaktor“ (Verlag Dreiviertelhaus). http://crauss.de/

LENNARDT LOSS, geb. 1992 in Braunschweig, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Jena und Frankfurt am Main. Seit 2017 arbeitet er als freier Autor der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er war in diesem Jahr Teilnehmer beim Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Sein Debüt erscheint im Frühjahr 2019 im Weissbooks Verlag.

PETER NEUMANN, geb. 1987 in Neubrandenburg, lebt als freier Schriftsteller in Weimar und lehrt Philosophie mit Schwerpunkt Deutscher Idealismus an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2018 wurde er mit dem Thüringer Literaturstipendium Harald Gerlach ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm der Gedichtband „areale & tage“ in der edition AZUR und das Sachbuch „Jena 1800 – Die Republik der freien Geister“ (Siedler Verlag).

ROMINA NIKOLIC, geb. 1985 in Suhl. Sie studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Jena. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Werk Paulus Böhmers an der TU Braunschweig. Sie war zweimal Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen und erhielt das Walter-Dexel-Stipendium der Stadt Jena.

JOSHUA SCHÖßLER, geb. 1992 in Düsseldorf, studierte Philosophie und Germanistische Literaturwissenschaft in Jena, lebt derzeit in Offenbach. 2017 gewann er u.a. den hr2-Literaturpreis. http://www.skklnt.wordpress.com

ANDRA SCHWARZ, geb. 1982 in der Oberlausitz, lebt in Leipzig. Nach einer Instrumentalausbildung in klassischer Gitarre am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar und einem längeren Aufenthalt in Südafrika studierte sie Kunstgeschichte und Germanistische Literaturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle. Später folgte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2017 gewann sie den Leonce-und-Lena Preis beim 20. Literarischen März in Darmstadt. Im Herbst 2017 erschien ihr Debüt „Am morgen sind wir aus glas“ (Poetenladen).

KINGA TÓTH, geb. 1983 in Sarvar/Ungarn, ist u.a. Sprachwissenschaftlerin und Sound-Poetin. Sie ist aktives Mitglied in verschiedenen Kulturverbänden, darunter dem József Attila Kör. Sie schreib auf Englisch, Deutsch und Ungarisch und ist besonders für ihre Live-Performances bekannt. 2016 war sie Jenaer Stadtschreiberin (Rosenthal-Stipendium), derzeit ist sie Stipendiatin der Stadt Graz. Auf deutsch erschien von ihr zuletzt der Gedichtband „Wir bauen eine Stadt“ (Parasitenpresse).

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Die Veranstaltung wird gefördert durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft & Digitale Gesellschaft.